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Logisch philosophische Bestimmung der kausalen Basis von Zeit und Wirkungen mit einer zwingenden Entwicklungsrichtung.

 

Einleitung

Mit der spezielle Relativitätstheorie lässt sich die messbare Zeit genau bestimmen. Einsteins Basisannahme für diese Formel ist die Identität von Raum und Zeit. Kaum bekannt ist, dass der physikalische Zeitbegriff und „unser“ alltäglicher Zeitbegriff dadurch nicht mehr identisch sind. Aus der Basisnahme der Formel ergibt sich, dass ein Fließen der Zeit eine rein subjektive, nur scheinbare Wahrnehmung ist. Einstein hat bewusst die eigene Zeitempfindung in Frage gestellt. Zitat Einstein: „Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind nur Illusionen, wenn auch hartnäckige“ * *Albert Einstein im Vorwort von - Max Jammer, Das Problem des Raumes. Die Entwicklung der Raumtheorien. S.14, Ausgabe Darmstadt 1980,

Bei einer Identität von Raum und Zeit hat die Zeit keine vorgebende Richtung. Es gibt nichts, was uns in einen zukünftigen Zustand „treibt“. Ein konstantes Fließen der Zeit ist nur noch umgangssprachlich gültig. Unser alltäglicher Zeitbegriff ist so tief in uns verwurzelt, dass die physikalische Definition des Zeitbegriffes, die Konsequenz aus der Basisannahme, selten beachtet wird. Die Raumzeit besitzt keinen gerichteten Zeitfluss. Eine Erklärung für unsere Empfindung einer fließenden Zeit kann aus der Raumzeit nicht abgeleitet werden. Mit Einsteins Basisannahme ist jeder Zeitabschnitt gleichwertig. Ein „Antrieb“ für eine vorgegebene Richtung der Zeit ist nicht vorhanden, im Gegenteil, eine Zeitrückwärtsrichtung ist gleichwertig möglich. Warum sich die Zeit nur in einer Richtung entwickelt ist ungelöst. Bei den grundlegenden Physikalischen Gesetzen ist, bei der Zeit selbst, diese Richtung (der Zeitfluss) nicht mehr vorhanden.

Gut beschrieben wird der physikalische Zeitbegriff von Brian Greene:
„Die Zeit ist ein kompliziertes Thema, und wir sind weit davon entfernt, es ganz zu verstehen. (...)Jedenfalls ist das Empfinden, dass die Zeit fließt, tief in unserer Erfahrung verwurzelt und prägt unser Denken und unsere Sprache. So gründlich, dass wir immer wieder in gewohnheitsmäßige, umgangssprachliche Beschreibungen verfallen, in denen die Zeit als fließend dargestellt wird. Doch hüten Sie sich, die Sprache mit der Wirklichkeit zu verwechseln, denn die menschliche Sprache eignet sich weitaus besser dazu, menschliche Erfahrung wiederzugeben, als komplizierte physikalische Gesetze zum Ausdruck zu bringen.“*
* Brian Greene, Der Stoff aus dem der Kosmos ist, Raum Zeit und die Beschaffenheit der Wirklichkeit. Goldmann 2008, Kapitel 2.5, S.169. - Leicht zu lesendes und auch einfach zu begreifendes Standartwerk über den physikalischen Zeitbegriff, sehr empfehlenswert.

Wenn die physikalische Mathematik nachgewiesen zu einem Modell ohne Zeitrichtung führt, bei dem sogar eine Zeitumkehr möglich ist, stellt sich die Frage nach der logischen Grundlage. Eine Idee, die Zeitrückwerts-Paradoxen ausschließt, muss verändern. Das Mathematische Ergebnis ist (annähernd) nachgewiesen, es lässt sich nur das logisch philosophische Vorstellungsmodell für die Basisannahme in Frage stellen.

 

Grundlage der Logik

In der Philosophie gilt die Kausalität als elementare Voraussetzung der Logik. Die Ursache ist grundsätzlich vor der Wirkung vorhanden. Das Prinzip der Kausalität ist, a priori, einfach vorhanden und beruht ausschließlich auf alltäglicher Erfahrung. Die Kausalität bildet eine Kausalkette von der Entstehung bis zur Gegenwart. Die Kopernikanische Wende zeigte auf, dass die Kausalkette als logische Grundlage nicht konstant ist. Kausalität und logische Basis sind nicht zu trennen und bestimmen das Vorstellungsmodell und umgekehrt. Das Vorstellungsmodell der alltäglichen Erfahrung bestimmt die logisch kausale Grenze.

 

Kausale Basis von „immer Vorhandenem“

Vorstellungsmodell und Kausalität bestimmen sich gegenseitig. Bei etwas „immer Vorhandenem“ existiert kein Raum, der eine wechselseitige Perspektive für die Entstehung ermöglicht. Beim historischen, geozentrischen Vorstellungsmodell konnte eine immer vorhandene Erde, nur aus dem göttlichen „Nichts“ entstehen. Etwas „immer Vorhandenes“ kann und darf keine kausale Ursache haben. Die Kausalkette befindet sich nur innerhalb von Vorhandenem. Alle Bestandteile von „immer Vorhandenem“, können und dürfen sich nur gegenseitig erklären. Die Kausalität ist die Grundlage der Logik. Ohne Ursache oder Raum für die Ursache, ist das Vorstellungsmodell eingeschränkt. Bei etwas Entstandenem ist die Ursache für das Entstandene nicht innerhalb des Entstandenen. Die kausale Grenze befindet sich außerhalb des Entstandenen. Mit der Entdeckung des Raumes änderte sich auch die logisch kausale Grundlage. Die Existenz eines Raumes außerhalb der Erde ermöglichte eine wechselseitige Perspektive. Eine logisch kausale Grundlage lässt sich nicht ändern, ohne dass darauf basierende Modell zu verändern, oder sogar zu zerstören. Die Erde musste nicht mehr aus sich selbst heraus entstehen. Perspektive, Raum und Kausalität stehen in einem Zusammenhang. Die logische Grundlage von etwas Entstandenem ist nicht identisch mit etwas „immer Vorhandenem“. Die Grenzen der Kausalkette sind unterschiedlich.

 

Immer und Nichts.

Historisch beruht unser Modell auf einer immer vorhandenen Materie. Bei einem immer vorhandenen Zustand können und dürfen sich alle Bestandteile nur gegenseitig erklären. „Immer vorhanden“ stellt die eigene Zeitempfindung in Frage. Einsteins Formulierung der speziellen Relativitätstheorie erfolgte aus diesem Modell heraus. Die Erkenntnis, dass Materie nicht immer vorhanden war, kam erst später zustande.

Bei unserem Vorstellungsmodell gehen wir von vorhandenen Wirkungen aus. Etwas Vorhandenes ist bereits entstanden. Wenn wir nur von Vorhandenem ausgehen, können sich die Bestandteile des Entstandenen nur gegenseitig erklären. Die Kausalkette befindet sich nur innerhalb des Entstandenen. Unsere logisch kausale Basis befindet sich damit, weiterhin, innerhalb eines Modells von „immer vorhandener Materie“. Etwas „immer Vorhandenes“ kann und darf keine Information über eine Ursache haben. Etwas "ohne Ursache Vorhandenes" kann nur zu einer Entstehung aus dem „Nichts“ führen, alle Informationen müssen verloren gehen. Unsere Sensorik erfasst nur Wirkungen. Wir versuchen deshalb die Entstehung der Substanz aus universell gültigen Wirkungsgesetzen abzuleiten. Ohne Ursache ist eine Wirkung immer gültig. Bei immer gültigen Wirkungen können wir nur von einem „Nichts“ als Ursprung ausgehen. Aus dem „Nichts“ können nur Wirkungen ohne Ursache entstehen. „Immer gültig“ und „Entstehung aus dem Nichts“ beweisen sich gegenseitig.

Die logisch kausale Grundlage von etwas „immer Vorhandenem“ ist nicht identisch mit etwas „Entstandenem“. Trotz der Erkenntnis, dass Materie nicht immer vorhanden war, wurde die kausale Grundlage nicht geändert. Eine logisch kausale Grundlage lässt sich auch nicht ändern, ohne das darauf basierende Modell zu verändern, oder sogar zu zerstören. Bei etwas „immer Vorhandenem“ existiert kein Raum, der eine wechselseitige Perspektive für eine Entstehung ermöglicht. Er darf sogar nicht existieren. Bei unserem Vorstellungsmodell ist die Kausalkette eingefasst von zwei extremen Paradoxen. Der gegenwärtige Zustand kann kausal nicht überschritten werden, ohne dass die Informationen über einen vergangenen oder zukünftigen Zustand paradox werden. Eine Fortschreibung der Logik führt bei der Vergangenheit zur „Entstehung aus dem Nichts“ und bei der Zukunft zur „Zeitumkehr“. Die Mathematik beschreibt die logische Grundlage und folgt ihr. Alle Ergebnisse können nur die logische Basisannahme bestätigen oder Paradoxen aufzeigen. Mit einem Paradox hat ein Vorstellungsmodell keine logische Grundlage. Die logische Ausgangsbasis für das Modell ist nicht mehr vorhanden.

 

Bisherige Kausalkette

Die Kausalität bildet eine Kausalkette von der Entstehung bis zur Gegenwart. Unser logisches Vorstellungsmodell basiert auf der Kausalkette. Ein angestrebter zukünftiger Zustand als Ursache („Antrieb“) für eine vorgegebene (Zeit) Entwicklungsrichtung darf nicht existieren. Eine Ursache darf sich nur in der Vergangenheit befinden. Schneller als Lichtgeschwindigkeit muss zu einer Zeitumkehr führen, damit die Ursache nicht den gegenwärtigen Zustand überschreitet. Eine Ursache für die Entstehung und die Zukunft darf es außerhalb der Kausalkette nicht geben.

Unsere Kausalkette befindet sich nur innerhalb von Vorhandenem, alle Ereignisse müssen sich bei einer inneren Kausalität aber auch kausal zuordnen lassen. Seit dem Nachweis, dass Quanteneffekte sich nicht kausal einordnen lassen, ist die Kausalität nur noch makroskopisch universal gültig.Wir trennen damit die Kausalität in zwei Bereiche.
Nur - die Kausalität beruht ausschließlich auf alltäglicher Erfahrung. Mit dem Nachweis, dass sich nicht alles kausal einordnen lässt, ist auch die alltägliche Erfahrung widerlegt. Die Kausalkette ist auch makroskopisch nicht mehr universal gültig. Es gibt nur eine Kausalkette von der Entstehung bis zur Gegenwart. Die Ursache befindet sich nicht mehr nur innerhalb von „Vorhandenem“ und nicht zwingend nur in der Vergangenheit. Unsere bisherige logische Basis und das darauf basierende Vorstellungsmodell, ist seit der Erkenntnis, dass sich nicht alles kausal einordnen lässt, ungültig. Kausalität und Logik sind nicht (in Bereiche) zu trennen. Es muss etwas außerhalb der bisherigen Kausalkette und damit auch außerhalb der bisherigen logischen Erfassung, existieren.

 

Neubestimmung der Kausalkette

Unsere logische Grenze wird von der Kausalität bestimmt, unsere bisherige Kausalkette befindet sich nur innerhalb von Vorhandenem, außerhalb ist „Nichts“ und darf auch nur „Nichts“ sein. Bei etwas Entstandenem ist die Ursache für das Entstandene nicht innerhalb des Entstandenen. Die kausale Grenze befindet sich außerhalb des Entstandenen. Aus "immer vorhandenen" Kräften lässt sich die Entstehung nicht ableiten. „Immer vorhanden“ schränkt die Kausalität und die Information ein. Mit unserer bisherigen kausalen Grundlage lässt sich die Entstehung, mit Informationserhaltung, nur aus einem „existierenden Nichts“ aus „nicht vorhandenen Kräften“ ableiten.

Wenn alles einer vorgegebenen Richtung unterliegt, kann der Bezugspunkt dafür nicht innerhalb des Bezugssystems liegen. Das eine Bewegung, eine gleichmäßige Veränderung des Gesamten, sich nur mit einem äußeren Bezugspunkt erfassen lässt, gilt auch im Umkehrschluss. Eine Bewegung, eine gerichtete Veränderung des Gesamten, muss einen äußeren Bezugspunkt haben. Ein „Außerhalb“ der Materie-Eigenschaften befindet sich nicht mehr innerhalb der logischen Grenze von unserer Kausalkette. Ein „Außerhalb“ lässt sich nicht eingrenzen. Mit der Mathematik lässt sich ein nicht abgegrenztes „Außerhalb“, etwas Unendliches, nicht erfassen. Auch mit der Mengenlehre, als Teilgebiet der Mathematik, ist unendlich nicht zu erfassen. Sie lässt aber ein Außerhalb zu. Dass es in der Physik keinen Zeitfluss gibt, wir aber eine gerichtete (Zeit-) Entwicklung wahrnehmen, lässt sich mathematisch mit der Mengenlehre darstellen: Wahrnehmung, Materie und alle physikalischen Gesetze sind begrenzt durch die Lichtgeschwindigkeit. Innerhalb einer Menge, die von „Lichtgeschwindigkeit gleich Zeitstillstand“ begrenzt ist, lässt sich kein Punkt bestimmen, der keine Zeit-Gegenrichtung zulässt. Nach der mathematischen Mengenlehre ist der Bezugspunkt für eine zwingende (Zeit-) Entwicklungsrichtung außerhalb der Menge mit Lichtgeschwindigkeit. Die Materie mit ihren gesamten Eigenschaften, ist nur eine Teilmenge.
Nach der mathematischen Mengenlehre ist der entstandene Zustand weiterhin umgeben vom Urzustand. Die Materie mit ihren Eigenschaften, ist umgeben von einer Ur-Materie, einer Urterie, mit eigenständigen Eigenschaften.

 

Kausale Basis von Entstandenen, empfundene Gravitation

Die kopernikanische Wende zeigt auf, dass die Grenzen der Kausalkette und die logische Grundlage nicht zu trennen sind. Bei etwas „immer Vorhandenem“ kann und darf eine Basisannahme keine kausale Ursache haben. Bei etwas Entstandenem muss eine Basisannahme eine Entstehung kausal zulassen. Mit der Erkenntnis dass „etwas immer Vorhandenes“ eine Entstehung hat, muss auch überprüft werden, ob die Basisannahmen für das Vorstellungsmodell weiterhin gültig sind und eine Entstehung kausal zulassen. Die Gravitation ist monopolar. Sie ist nur einseitig abgegrenzt und eine Gegenkraft ist nicht vorhanden. Die Gravitation gilt deshalb nur als scheinbare Kraft. Physikalisch gibt es keinen Mechanismus für eine vorgegebene Richtung. Wir sind es gewohnt die Gravitation als Anziehung und Wirkung zu einem Mittelpunkt zu empfinden. Der Bezugspunkt ist ein imaginärer Mittelpunkt. Eine Ursache ist stets vor der Wirkung da. Es gibt kein „hinter einem Mittelpunkt“. Eine Gegenkraft und eine kausale Ursache ist nicht zulässig. Eine Anziehung von innen ermöglicht keine logische Kausalität. Selbst eine imaginäre Gegenkraft ist kausal ausgeschlossen. Ohne eine kausale Ursache können Wirkungen nur immer vorhanden sein. Bei einer Anziehung als Annahme beruhen Wirkungen auf einer immer vorhandenen, inneren Wirkung der Materie. Diese empfundene Basisannahme lässt keine kausale Entstehung zu.

Ein Wechseln der Vorzeichen ist bei bipolaren Kräften eine Sache der (vorhandenen) Perspektive und ändert am Vorstellungsmodell nichts. Fast alles ist bipolar und wir sind daran gewöhnt dass sich die Vorzeichen tauschen lassen. Wir wissen, dass die Wirkungen der Materie ein funktionierendes Modell für einen Druck von außen nicht zulässt. Nur - die Gravitation ist monopolar. Ein einfacher Tausch der Vorzeichen ohne Überprüfung der Ausgangsbasis von allen Kräften ist nicht zulässig. In unserem Vorstellungsmodel sind Wirkungen eine innere Wirkung der Materie. Bei einem Wechsel der Wirkungsrichtung ist die Wirkung keine innere Wirkung der Materie. Die kinetische Energie z.B. steht in einen engen Zusammenhang mit der Gravitation. Wenn wir einen Kanister Wasser auf den Berg tragen, hat er eine höhere kinetische Energie gespeichert. Bei unserem Modell der inneren Anziehung ist der Speicherort innen und ist eine scheinbare Zunahme der Masse. Bei einem Tausch der Vorzeichen befindet sich der Speicherort der kinetischen Energie außen. Für einen zwingenden Zeitpfeil wird ein ständiger Vorgang, ein nicht abgeschlossener Prozess, gesucht, der einen Zustand ausschließlich steigert. Die Gravitation hat dieses Merkmal, ist aber bisher ein Fallen in die Raumzeit, und damit keine eigenständige Kraft. In unserem Vorstellungsmodel ist die Gravitation als eigenständige Kraft nicht vorhanden.

Wir gehen davon aus, dass der größte Teil des Universums aus zwei unbekannten Substanzen besteht. Ein sehr großer Teil mit ausdehnenden, und ein kleinerer mit anziehenden Eigenschaften. Auch diese Schlussfolgerung beruht darauf, dass wir bei der Gravitation nur von Anziehung ausgehen. Wenn der ausdehnende Faktor auf unsere Materie drückend, umhüllend wirkt, lässt sich auch ein Modell nur mit der ausdehnenden Substanz denken. Eine unbekannte (Grund-) Substanz ist wahrscheinlicher als zwei unbekannte Substanzen mit gegensätzlichen Eigenschaften.

Bei etwas „immer Vorhandenem“ existiert kein Raum, der eine wechselseitige Perspektive für die Entstehung ermöglicht. Eine Perspektive benötigt einen Abstand für eine wechselseitige Bezogenheit. Eine wechselseitige Perspektive ist nur mit zwei äußeren Bezugspunkten möglich. Die Gravitation ist monopolar. Unser Vorstellungsmodell lässt einen Wechsel der (nicht vorhandenen) Vorzeichen nicht zu. Bei monopolaren Abgrenzungen ist der Raum/Abstand für eine wechselseitige Perspektive oder kausale Ursache nicht vorhanden. Auf der „nicht vorhandenen Gegenseite“ ist „Nichts“. Ein Wechsel der Wirkungsrichtung betrifft auch das Vorstellungsmodell. Bei einem Wechsel der Vorzeichen ist die Gravitation die Aus-wirkung eines imaginären Raumes auf die Materie und keine scheinbare innere Kraftwirkung der Materie. Mit einer Ursache ist die Gravitation nicht „immer vorhanden“ und lässt eine kausale Entstehung zu. Basiert aber auf einen Druck auf die Materie von „außerhalb der Materie“.

 

Einheitlicher Zustand

Wir suchen nach der Einheitsformel. Wenn wir davon ausgehen, dass es etwas gibt, von dem alles abgeleitet werden kann, ist das Abgeleitete nicht vor der Entstehung vorhanden. Mit einer Einheitsformel existiert am Anfang nur ein einheitlicher Zustand, ohne definierbare Wirkungen. Ein einheitlicher Zustand des Universums hat keine Abgrenzungen für einen Bezugspunkt. Ein einheitlicher Zustand entzieht sich vollständig der Wahrnehmung und ist dadurch existent und gleichzeitig nicht existent. „Alles“ und „Nichts“ ist in einem einheitlichen Zustand nicht zu unterscheiden. Ohne Perspektive sind die Eigenschaften nicht definierbar. Jede Wirkung, auch die Wahrnehmungs-Wirkung, benötigt einen Bezugspunkt, eine Abgrenzung. Umgekehrt bedeutet dies aber auch, dass jede Wirkung durch Abgrenzung entsteht. Bei Entstehung der Materie, aus einem einheitlichen Zustand, sind alle Abgrenzungen eine Folge der Entstehung. Alle Wirkungen der Materie entstehen zusammen mit der Materie. Umgekehrt zu unserem bisherigen Modell bleibt die Substanz vorhanden und die Wirkungen entstehen. Ein einheitlicher Zustand erlangt erst dann eine (Wahrnehmungs-) Wirkung, wenn er instabil ist und eine Ausgrenzung bildet. Alle Informationen bleiben erhalten. Wirkungsbereiche können bei einer Ausgrenzung nicht identisch sein, sonst wäre es keine Ausgrenzung. Unsere Sensorik bezieht sich auf Wirkung. Eine Sensorik für den Ausgangszustand befindet sich nicht mehr im Bereich des Entstanden. Die Sensorik kann den Bereich des Entstanden nicht verlassen, ohne sich selbst zu zerstören. Auch die Wahrnehmungsmöglichkeiten der Information können bei einer Ausgrenzung nicht identisch sein. Beim Entstandenen kann und darf die Sensorik nur die Aus-Wirkungen auf das Entstandene vollständig erfassen, nicht die Ursache. Unser „wahrnehmbares“ Universum ist in dem Fall nur ein Teil des Gesamt-Universums.

 

Schlussfolgerungen

Die Basisannahmen vom Modell des „immer Vorhandenen“ können und dürfen keine kausale Ursache haben und können nicht auf ein Modell von „etwas Entstandenem“ übertragen werden. Bei etwas Entstandenem ändert sich die Grenze der Kausalkette und damit die Grundlage der Logik. Die Kausalkette befindet sich nicht mehr nur innerhalb von „immer Vorhandenem“ und ist auch makroskopisch nicht mehr universal gültig. „Immer vorhanden“ schränkt die Kausalität (die Information) ein und ermöglicht keinen Raum für eine wechselseitige Perspektive bei der Entstehung. Umgekehrt bedeutet es aber auch, wenn sich nicht alles kausal einordnen lässt und die Kausalkette nicht vollständig erfasst ist, kann der Raum nicht logisch erfasst werden.

Nur bei einem „immer vorhandenen Zustand“ ist es notwendig, dass sich alle Bestandteile gegenseitig erklären. Einsteins Formulierung der speziellen Relativitätstheorie erfolgte aus diesem Modell heraus. Seine Formel bewies den engen Zusammenhang von Raum, Zeit und Gravitation. Auch bei einem „entstandenen Zustand“ bleibt der enge Zusammenhang weiterhin gegeben. Raum, Zeit und (Gravitations-) Wirkung haben die gleiche Ursache. Kausalität und Raum stehen in einem Zusammenhang. Der Zeitstillstand ist nur scheinbar mit der Lichtgeschwindigkeit identisch. Raum und Zeit sind nur scheinbar erfasst.

Die Kausalkette und die logische Grundlage sind nicht zu trennen. Die Zeit begleitet die Kausalkette. Ein Zeitstillstand, eine nicht unterscheidbare Kausalität, ist erst in einen zukünftigen (und vergangenen) Zustand erreicht. Raum und Kausalität werden identisch. Einsteins Basisannahme der Identität von Raum und Zeit beschreibt einen zukünftigen (und immer vorhandenen) Zustand. Mathematisch ändert sich (fast) nichts. Aus „Lichtgeschwindigkeit gleich Zeitstillstand“ wird: „Lichtgeschwindigkeit ist beinahe Zeitstillstand“. Der Bezugspunkt für die Zeit bleibt die schnellste Bewegungsmöglichkeit im Universum, „etwas“ mit anderen Eigenschaften als die Materie. Raum, Zeit und Gravitation haben die gleiche Ursache, sind aber erst in einem angestrebten zukünftigen Zustand (wieder) identisch. Gravitation kann nur eine eigenständige, echte Kraft sein.

Mit der gefühlten Annahme, einer inneren Anziehung als Wirkungsrichtung bei der Gravitation, sind Kraft und Wirkungen eine innere Eigenschaft der Materie. Das geozentrische Modell der inneren Wirkung wurde durch ein Materie zentrisches Modell mit weiterhin inneren Wirkungen, ersetzt. Eine innere Anziehung besitzt keine Kausalität und ist dadurch immer vorhanden. Energie, Kraft und Wirkungen haben nur einen imaginären Ausgangspunkt. Entsprechend haben wir versucht, die Entstehung der Substanz aus den immer vorhandenen inneren Wirkungen abzuleiten. Mit der Erkenntnis einer Entstehung sind (Gravitations-)Wirkungen eine Aus-Wirkung auf die Materie und keine innere Eigenschaft der Materie. Bei einer Entstehung aus „Etwas“ können Wirkungs-Bereiche nicht identisch sein, sonst gäbe es nichts Entstandenes. Unsere Sensorik erfasst nur Wirkungen. Die Sensorik kann den Bereich des Entstanden nicht verlassen, ohne sich selbst zu zerstören. Unsere Sensorik kann nur die Auswirkungen auf das Entstandene erfassen.

Bei einer echten Kraft ist die Gravitation die Aus-Wirkung eines imaginären Raumes auf die Materie und keine innere Wirkung der Materie. Umgekehrt zu unserem bisherigen Modell bleibt, bei der Entstehung die Substanz vorhanden und die Wirkungen entstehen. Die Materie ist durch die Lichtgeschwindigkeit als maximale Bewegungsmöglichkeit vom Grundzustand Ur-terie abgegrenzt. Das Universum besteht aus zwei „Aggregatzuständen“ der selben Substanz mit unterschiedlichen Bewegungsmöglichkeiten. Wir befinden uns mit der Materie innerhalb eines laufenden Prozesses. Unsere Beobachtungs- und Bewegungsmöglichkeiten sind auf die Grenzwerte innerhalb eines Prozessbeteiligten beschränkt. Unsere wahrgenommenen Wirkungen beruhen auf einer Auswirkung auf die Materie. Ein wieder angestrebter einheitlicher Zustand, eine Urterie, bestimmt die Entwicklungsrichtung. Materie mit ihren Wirkungen ist nur vorübergehend vorhanden. Das materie- zentrische Modell der inneren Wirkungen/Kräfte ist ungültig.

 

Abschluss Zitat

An dieser stelle möchte ich noch mal Brian Greene zitieren:
„Die Zeit ist ein kompliziertes Thema, und wir sind weit davon entfernt, es ganz zu verstehen. (...)Jedenfalls ist das Empfinden, dass die Zeit fließt, tief in unserer Erfahrung verwurzelt und prägt unser Denken und unsere Sprache. So gründlich, dass wir immer wieder in gewohnheitsmäßige, umgangssprachliche Beschreibungen verfallen, in denen die Zeit als fließend dargestellt wird. Doch hüten Sie sich, die Sprache mit der Wirklichkeit zu verwechseln, denn die menschliche Sprache eignet sich weitaus besser dazu, menschliche Erfahrung wiederzugeben, als komplizierte physikalische Gesetze zum Ausdruck zu bringen.“*
* Brian Greene, Der Stoff aus dem der Kosmos ist, Raum Zeit und die Beschaffenheit der Wirklichkeit. Goldmann 2008, Kapitel 2.5, S.169

 

Dieses Zitat lässt sich auch umkehren:
Das Vorstellungsmodell vom Universums ist weit davon entfernt, es ganz zu verstehen. Wir sollten bewusst die gewohnheitsmäßigen Empfindungen in Frage stellen. Unser Vorstellungsmodell ist so tief in unserem Denken und alltäglicher Erfahrung verwurzelt, dass wir sogar Parallelstrukturen (Universen, Dimensionen) zur Auflösung von (Zeit-) Paradoxen akzeptieren, um das Modell weiter denkbar zu gestalten. Doch hüten Sie sich, eine parallele Struktur mit der Wirklichkeit zu verwechseln. Mit einem Paradox hat ein Vorstellungsmodell keine logische Grundlage. Die logische Ausgangsbasis für das Modell ist nicht mehr vorhanden.  

Robert Schmakeit 15.02.2019

 

 

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